Zukunft fördern - Energie und High-Tech-Rohstoffe aus Ampfing

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Video: Zeitraffer Erkundungsbohrung Ampfing

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Das Bohrprojekt in Ampfing

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Allgemeines

Seit 1997 ist das Unternehmen Inhaberin einer 2.248 km² großen Aufsuchungserlaubnis in der Region Salzach-Inn in Bayern. In dieser Lizenz befinden sich neben potenziellen neuen Erdöl- oder Erdgasvorkommen auch mehrere bereits erschlossene Erdölfelder. Diese wurden zwischen den 1950er und 1990er Jahren gefördert, vorwiegend von einem Konsortium aus den Firmen Vakuum Öl (heute Mobil Oil), Preussag (heute Gaz de France Suez) und Gewerkschaft Elwerath (heute BEB Erdgas und Erdöl GmbH). Eine wirtschaftliche Förderung einiger dieser Felder war nach einer langen Periode von niedrigen Ölpreisen seit den 1990er Jahren nicht mehr möglich. 

Übersicht Konzessionsgebiet

Im Zuge der Bearbeitung der Lizenz Salzach-Inn erstellte die Muttergesellschaft RAG 2008 eine Studie, die die verbliebenen Kohlenwasserstoffmengen in diesen Feldern sowie die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer potenziellen Wiedererschließung bewerten sollte. 

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich im ehemaligen Feld Ampfing sowie in dem nahegelegenen kleineren Feld Mühldorf-Süd noch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ausreichende Menge an Kohlenwasserstoffen befindet, um sie wirtschaftlich fördern zu können. 

In enger Abstimmung mit der Gemeinde Ampfing hat das Unternehmen in diesem Zusammenhang im Februar 2016 eine Erkundungsbohrung im „Ampfinger Sandstein“ durchgeführt und abgeschlossen. Ab voraussichtlich Mitte August 2016 erfolgt nun die Probeförderung. Für die zweite Jahreshälfte 2016 sind außerdem seismische Untersuchungen geplant. Weitere Informationen zur geplanten Seismik finden Sie hier.

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Der Bohrstandort

Der Bohrstandort wurde in erster Linie so ausgewählt, dass damit das geologische Ziel – die aufgegebene Lagerstätte – erreichbar ist. Von dort kann das Bohrziel mit einer im Untergrund abgelenkten Bohrung erreicht werden. 

Bohrplatz

Der Bohrplatz umfasst:

  • den betonierten, geschützten inneren Bereich, in dem der Bohrturm und die Antriebsmaschinen stehen.
  • den mit Kies befestigten äußeren Bereich, der für das Gestängelager, die Container, als Stell- und Lagerfläche sowie als Verkehrsfläche genutzt wird.
  • die Zufahrt mit Parkplätzen. 

 

Lage der Bohrlokation

Der Bohrplatz ist so aufgebaut, dass im inneren Bereich das Niederschlagswasser im Bohrkeller gesammelt und von einem konzessionierten Unternehmen entsorgt werden wird.

Im äußeren Bereich wird das Oberflächenwasser über Rinnen am Bohrplatzrand zu Versickerungsbecken geführt. Das bei der Bohrung anfallende Gestein (Bohrklein) wird vor Ort in Containern aufgefangen und ebenfalls von einem konzessionierten, der Bergbehörde gemeldeten Unternehmen fachgerecht entsorgt. 

Der Bau des Bohrplatzes dauert in der Regel ca. sechs Wochen und ist – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen – für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant. Die Bautätigkeit hierfür findet ausschließlich von Montag bis Freitag statt. Währenddessen wird es zu keinen Nachtarbeiten kommen. 

 

Video: Zeitraffer Erkundungsbohrung Ampfing


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Geologie

Die Erdöllagerstätte in Ampfing befindet sich in bis zu 2.100 Meter Tiefe. Darüber liegen Gesteinsschichten, von denen insgesamt ca. 1.400 Meter undurchlässig sind und die Lagerstätte von den weit darüber liegenden grundwasserführenden Schichten abdichtet. 

Die Erdöllagerstätte in Ampfing besteht aus porösem und durchlässigem Sandstein, in dem das Erdöl lagert. Dieser hat natürliche, mikroskopisch kleine Poren, aus denen das Öl durch den Druckunterschied von selbst aus der Lagerstätte zum Bohrloch fließt.

Sollte die Erkundungsbohrung ergeben, dass die Lagerstätte wiedererschlossen und entwickelt werden kann, wird diese mittels 3D-Seismik genauer untersucht, um spätere Bohrungen an der optimalen Stelle platzieren zu können und damit eine effiziente Förderung des Erdöls zu ermöglichen.

Diese Messung liefert als Ergebnis ein dreidimensionales Bild über die geologischen Strukturen des Untergrundes. 

Die nötige Anzahl der Bohrungen zur Wiederentwicklung des Feldes kann erst nach der 3D-Seismik festgelegt werden. Für die Bohrungen und die Errichtung der Produktionsanlagen sind ca. 1,5 Jahre geplant, sodass eine Förderung ab Anfang 2018 möglich wäre.

Zur Förderung werden Pumpen zum Einsatz kommen, die das Öl vom Boden des Bohrloches an die Oberfläche bringen. 


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Information und Transparenz 


Information und Transparenz für eine Partnerschaft mit der Region

Die RDG führt alle Projekte im Dialog mit der Gemeinde, Bürgern und Anrainern vor Ort durch. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, eine tragfähige Zusammenarbeit zwischen den Bürgern in Ampfing und den Unternehmen, die vor Ort aktiv sind, umzusetzen. Dazu werden alle Entscheider der Gemeinde und die Bürger regelmäßig über alle Arbeitsschritte informiert. Darüber hinaus bieten persönliche Treffen die Chance, wichtige Fragen zu erörtern und nächste Schritte des Projekts gemeinsam zu besprechen. 

Informationsbüro für interessierte Bürger

Im Informationsbüro im Zentrum Ampfings erfahren Bürger alles über den zeitlichen Ablauf des Projekts, erhalten Informationen zum Unternehmen und zu den Technologien der modernen Erdölförderung. 

Die Projektverantwortlichen der RDG sind für interessierte Bürger unter der Mailadresse buergerinfo@rdg.energy zu erreichen.