Zukunft fördern - Energie und High-Tech-Rohstoffe aus Ampfing

Regionale Direktnutzung

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Erdöl aus Ampfing ist ein unersetzlicher High-Tech-Rohstoff für die heimische chemische Industrie. Regionale Unternehmen im Chemie-Dreieck zwischen Simbach am Inn, Ampfing und Traunreut erzeugen daraus Roh- und Grundstoffe für die weiterverarbeitende Industrie. Diese sind die Basis für unzählige Alltagsgegenstände und sichern den Erfolg verschiedener Industriebranchen in Deutschland. Die Förderung des High-Tech-Rohstoffs Erdöl durch die RDG ist Vorbedingung für die vielfältigen Kunststoffe, die Grundbestandteil hochwertiger, weltweit eingesetzter Erzeugnisse aus heimischer Produktion sind.

Ein Beispiel sind moderne Wärmedämmverbundsysteme die weltweit an Relevanz gewinnen. Sie bieten große Chancen, Energie einzusparen. Je besser die Dämmung, desto weniger Energie ist für ein angenehmes Raumklima erforderlich. Moderne Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus mehreren Kunststoffen und verschiedenen Materialkomponenten, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Besonders wichtig ist die starke Haftung der Isoliermaterialien auf dem Untergrund. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein polymeres Dispersionspulver, mit dem ein innovativer Klebemörtel erzeugt wird. 

Dieser gleicht Unebenheiten des Untergrundes aus und schafft gleichzeitig eine dauerhafte Verbindung zwischen Wand und Dämmplatte. Sowohl das Dispersionspulver als auch die Wärmedämmplatte selbst werden auf Kunststoffbasis hergestellt, aus Vinylacetat, Ethylen und Polystyrol-Hartschaum. All diese Kunststoffe werden aus heimischem Erdöl produziert und finden sich in Bauprojekten überall auf dem Globus wieder. 

Darüber hinaus wird das heimische Erdöl dazu genutzt, Verpackungsfolien, Bodenbeläge, Dichtungen, Schläuche, Schaumstoffe für Matratzen, Autositze und Sitzmöbel herzustellen. Weitere Einsatzgebiete der gewonnenen Kunststoffe sind das Material für Getränkeflaschen und die Verpackungen für Lebensmittel und Kosmetika. 

Die RDG unterstützt mit der Förderung des heimischen High-Tech-Rohstoffs Erdöl die direkte Versorgung der Unternehmen im Chemie-Dreieck. So kann die heimische Industrie Kunststoffprodukte wettbewerbsfähig und effizient herstellen.

Potenziell können in Ampfing rund 50.000 Tonnen Erdöl im Jahr gefördert werden. Damit könnte der heimische Anteil des für die industrielle Produktion benötigten Erdöls in Bayern von 1,3% auf 2,7% mehr als verdoppelt werden.