Zukunft fördern - Energie und High-Tech-Rohstoffe aus Ampfing

Fördertechniken von Erdöl: verschiedene Verfahren je nach Förderphase

Nach Beendigung der Bohrphase wird das Bohrloch (Sonde) durch den Einbau eines Filterrohres (Casing) und eines Steigrohres (Tubing) im Bereich der Lagerstätte weiter ausgerüstet. In der ersten Phase fließt das Erdöl im Idealfall aufgrund des natürlichen Lagerstättendrucks und des Gasgehalts selbsttätig zur Sonde und gelangt so von selbst an die Erdoberfläche. Sinkt der Druck, ist der Einsatz zusätzlicher Techniken wie etwa des Gasliftverfahrens erforderlich, bei dem verdichtetes Gas in den Förderstrang eingepresst wird, woraufhin das aufwärtssteigende Gas das Gewicht der Flüssigkeitssäule vermindert und die Sonde weiterhin selbstständig fördern kann. Nach dieser sogenannten Eruptivphase werden abhängig von den Eigenschaften des Erdöls, seinem Gehalt an Erdölgas und den jeweiligen Druckverhältnissen unterschiedliche Pumptechniken eingesetzt. Bei geringem Gasgehalt des Erdöls und sinkenden Druckverhältnissen übernehmen in die Sonde eingebaute Tiefpumpen den Transport. An der Erdoberfläche ist nur der Antrieb, der typische Pferdekopf, zu sehen. Bei hohen Förderraten werden elektrische Tauchkreiselpumpen in die Sonde eingebaut.

Technische Information zu Bohrungen