Zukunft fördern - Energie und High-Tech-Rohstoffe aus Ampfing

FAQs – Antworten auf die häufigsten Fragen

Wie groß ist das vorhandene Erdölvorkommen in Ampfing?

Die RDG geht von einem Vorkommen in Höhe von 560.000 t Erdöl aus. Das reicht für die Produktion von ca. 46.000 Windrad-Rotoren.

Wie lange wurde in Ampfing bereits Erdöl gefördert?

Zwischen 1954 und 1997 förderte die Mobil Oil AG in Ampfing insgesamt 1,4 Milliarden m³ Erdgas und 551.000 t Erdöl. Das noch vorhandene Erdölvorkommen ist sogar noch größer: Die RDG geht von einer geschätzten Fördermenge von 560.000 t aus.

Auf welchen Zeitraum ist die Förderung angelegt?

Aufgrund des großen geschätzten Erdölvorkommens plant die RDG in Ampfing eine langfristige Förderung über zehn bis 20 Jahre.

Wie kann die Region von einer Förderung profitieren?

Die RDG versteht sich als Bürger der Region und ist nicht zuletzt deshalb bestrebt, bei Anschaffungen hauptsächlich lokales Gewerbe einzubeziehen. Darüber hinaus plant die RDG weitere Investitionen in den Standort. Dadurch stärkt die RDG den Wirtschaftsstandort. Regionale Unternehmen im Chemie-Dreieck zwischen Simbach am Inn, Ampfing und Traunreut können aus dem gewonnen Erdöl außerdem Roh- und Grundstoffe für die weiterverarbeitende Industrie erzeugen.

Wie lange dauerte die Bohrung und wie tief wurde in Ampfing gebohrt?

Die Bohrung dauerte drei Wochen. Es wurde bis auf 1.900 Meter tief gebohrt.

Kommt in Ampfing Fracking zum Einsatz?

Bei der Bohrung in Ampfing kommt das sogenannte Fracking nicht zum Einsatz.

Welche Ergebnisse brachte die Probeförderung?

Das Ergebnis der Probeförderung bestätigt, dass der Ampfinger Sandstein ölimprägniert ist. Die Menge förderbaren Erdöls an der erbohrten Stelle ist jedoch gering. Während des Tests konnten keine nennenswerten Mengen an Erdöl gefördert werden. Eine mögliche Erklärung für das Ergebnis des Fördertests ist, dass die Lagerstätte an der erbohrten Stelle bereits ausgefördert wurde. Das heißt, dass hier einmal Erdöl vorhanden war, nun aber lediglich ein im Ampfinger Sandstein haftender Anteil zu finden ist.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse auch, dass der Ampfinger Sandstein an der Bohrstelle eine gute Lagerstättenqualität besitzt, was sich positiv auf den Projektverlauf auswirkt. Mit den gewonnenen Daten und Informationen (Bohrkerne, Bohrlochmessungen, Zuflussmessungen) kann jetzt das Lagerstättenmodell verbessert werden. Die geologische Auswertung der Bohrkerne hat gezeigt, dass der Ampfinger Sandstein – entgegen der ursprünglichen Modellannahme – durchaus über größere Bereiche eine gute Lagerstättenqualität und Beweglichkeit für Erdöl haben kann. Deshalb wird das Lagerstättenmodell in den kommenden Wochen und Monaten mit allen Ergebnissen der Erkundungsbohrung und der Probeförderung aktualisiert.

Die auf dem Gelände aufgebauten Anlagen zur Probeförderung werden derzeit abgebaut und abtransportiert. Der Bohrplatz bleibt versiegelt und gesichert.

Was geschieht nach der dauerhaften Erdölförderung in Ampfing?

Nach Beendigung der Bohr- und Förderaktivitäten wird das Gebiet vollständig renaturiert und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Alternativ kann die Bohrung als Tiefe Erdwärmesonde genutzt werden.

Kommt es während der Bohrung zu Beeinträchtigungen durch Lärm und Schmutz? / Welche Umweltschutz-Maßnahmen ergreift die RDG?

Die Bohr- und Fördertätigkeiten verlangen permanente Leistungsbereitschaft – von Mensch und Technik. Gesundheit, Arbeitssicherheit und Motivation haben daher oberste Priorität. Gesundheit und Sicherheit sind integrale Bestandteile der RDG-Unternehmenskultur. Durch umfangreiche Prüfungsprozesse stellt die RDG sicher, dass das Ziel „Null Unfälle“ sowie die Ausschaltung von Risiken, Gefahren und Schäden für Mensch und Umwelt erreicht werden. Zahlreiche Sicherheitssysteme der RDG sind international zertifiziert. Das Partnerunternehmen RAG Energy Drilling ist nach dem internationalen SCC**-Standard für Arbeitssicherheit, Gesundheit und Umwelt uneingeschränkt zertifiziert und erhielt im Frühjahr 2014 die ISO-14001:2004-Zertifizierung für Umweltmanagement. Durch die positiven Erfahrungen verlangt die RDG von ihren Auftragnehmern nicht nur nach RDG-Standards geschulte Mitarbeiter, sondern auch eine Zertifizierung nach SCC oder vergleichbaren Sicherheitsmanagementsystemen.    

Im Fall von Bohrungen wird dem Lärmschutz grundsätzlich ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt. Behördlich festgeschriebene Grenzwerte für Schallemmissionen werden von der RDG eingehalten und genauestens überprüft. Leider lässt sich bei Bohraktivitäten ein höheres Verkehrsaufkommen nicht verhindern. Dies ist durch die Transportmaßnahmen bedingt, die ein Bohrvorhaben mit sich bringt. Dennoch achten wir darauf, die Mehrbelastung so gering wie möglich zu halten. Der auftretende Baulärm liegt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.

Was sind die nächsten Schritte der RDG bezüglich der 3D-Seismik?

Derzeit läuft die Auswertung der bei der 3D-Seismik gewonnenen Daten. Die Analyse wird knapp ein Jahr in Anspruch nehmen. Einen Ablauf der Datenverarbeitung und Interpretation finden Sie hier: http://www.energie-aus-ampfing.de/seismik.html.

Zum Hintergrund: Seit März 2014 besitzt die RDG die Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdöl und Erdgas in der Region Salzach-Inn, was die 3D-Seismik einschließt. Im März 2016 erteilte das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi) zudem die Erlaubnis der großräumigen Aufsuchung, was das Gebiet „Aubach“ im Landkreis Altötting einschließt. Die im vorliegenden Falle erteilte erweiterte Erlaubnis erlaubt keine Bohrungen, sondern lediglich seismische Messungen. Die Erlaubnis steht in Zusammenhang mit den Aktivitäten der RDG in Ampfing. Die seismischen Messungen basieren auf den Ergebnissen der Erkundungsbohrung und der Probeförderung im Ampfinger Sandstein und dienen zur genaueren Verifizierung der Lagerstätte. Die Messungen in der Region dauerten von Januar bis Mai 2017.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Wir führen alle unsere Projekte im Dialog mit Kommunen, Bürgern und Anrainern vor Ort durch. Deshalb hat die RDG mit der Website www.energie-aus-ampfing.de ein Informationsportal eingerichtet, das einem kontinuierlichen Dialog mit den Bürgern dient. Von Informationen über das Projekt selbst über unsere regionalen Partner bis hin zu Fragen über Umweltschutz und Sicherheit sind auf der Website Fakten und Informationen zusammengestellt. Außerdem können Sie uns in unserem Informationsbüro in Ampfing oder jederzeit über die E-Mailadresse buergerinfo@rdg.energy kontaktieren. 

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Schreiben Sie einfach eine
E-Mail an:
buergerinfo@rdg.energy

Video: Zeitraffer Bohrung

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