Zukunft fördern - Energie und High-Tech-Rohstoffe aus Ampfing

Hintergrund

Im Erlaubnisgebiet der RDG in der Region Salzach-Inn befinden sich geologisch hervorragende Sandsteinlagerstätten, sogenannte konventionelle Erdöllagerstätten. Aus diesem Sandstein kann das Erdöl mit unseren üblichen, jahrzehntelang erprobten und sichersten Verfahren erbohrt und gefördert werden. Im Falle der Fündigkeit einer Bohrung werden die Vorkommen mit herkömmlichen Fördermethoden erschlossen.

Unter herkömmlicher Bohrung versteht man eine Bohrung nach konventionellen Vorkommen von Erdöl oder Erdgas in gut durchlässigen Gesteinen, wie sie in der österreichisch-bayerischen Molassezone im Alpenvorland seit vielen Jahrzehnten von der RDG durchgeführt werden.

Das Erdöl hat sich vor rund 20 Millionen Jahren in den porösen Sandsteinen im Untergrund der Molassezone im Alpenvorland in Tiefen bis 3.000 Metern angesammelt. Aus diesem gut durchlässigen Sandstein kann es durch herkömmliche Bohrungen gewonnen werden. Nach Durchführung der Bohrung strömt das Erdöl aufgrund des natürlichen Drucks aus den winzigen Poren des Sandsteins Richtung Bohrloch. Weitere Infos zum Thema "Fördern".

Seismische Untersuchungen sowie etwaige weiterführende Bergbautätigkeiten bis hin zu einer möglichen späteren Produktion werden unter strikter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. Jeder Teil einer bergbaulichen Tätigkeit (Bohrung, Produktion) durchläuft gesonderte Verfahren, in denen insbesondere Fragen des Naturschutzes, des Lärmschutzes, des Landschaftsbildes und Wasserschutzes geprüft werden. Alle behördlichen Auflagen, die im Zuge eines Genehmigungsverfahrens angeordnet werden, sind für uns selbstverständlich bindend.

Neben der Aufsuchung von Erdöl dient die 3D-Seismik auch der Bestimmung, in welchem Umfang und an welchen Orten die Gewinnung geothermaler Energie möglich ist. Die dezentrale Versorgung mit Geothermie ist für viele Gemeinden ökonomisch wie ökologisch interessant. Die RDG stellt die Analyseergebnisse der Gemeinde entsprechend zur Verfügung. Auch bei der Umsetzung von Geothermieprojekten bietet sich die RDG als zuverlässiger Partner der Gemeinden an und stellt auf Wunsch „schlüsselfertige“ Versorgungsanlagen bereit.   

Die heimische Erdölförderung im bayerischen Alpenvorland leistet einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung Bayerns. Mit Hilfe der 3D-Seismik hat die RDG in den letzten Jahren immer wieder neue Erdöl- und Gaslagerstätten entdeckt, u.a. die große österreichische Gaslagerstätte Haidach im Grenzbereich von Oberösterreich zu Salzburg, die nach der Förderung von Erdgas nun seit einigen Jahren als zweitgrößter Erdgasspeicher Mitteleuropas genutzt wird.